Die "Zeig Dich!"-Tour von Betontod machte Halt in der Konzertfabrik Z7 und verwandelte den Abend in ein energiegeladenes Punkrock-Spektakel. Den Auftakt machte die Schweizer Band Selbstbedienung, die mit ihrem rauen und ehrlichen Sound sofort für Stimmung sorgte. Ihre Mischung aus eingängigen Melodien und rebellischer Attitüde brachte das Publikum direkt auf Betriebstemperatur, während vor der Bühne die ersten Tanz- und kleinen Moshpits entstanden.
Danach übernahm Marathonmann aus München das Zepter und lieferte mit ihrem Mix aus Post-Hardcore, Emo und Alternative Rock eine mitreißende Performance. Die Band schaffte es, mit tiefgehenden Texten und einer packenden Bühnenpräsenz eine emotionale Verbindung zum Publikum aufzubauen. Sie nutzten jeden ecken Bühne und legten eine energiegeladene Show hin, die Lust auf mehr machte und bewies, dass sie eine feste Größe in der Szene sind.
Mit einem umgedrehten Polizeiauto als Bühnenkulisse betrat Betontod schließlich die Bühne – und von der ersten Sekunde an war klar: Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt! Mit „Das Kapital“ fiel der Startschuss in einen Abend voller kraftvoller Hymnen und roher Energie. Die Wall of Death bei „Tanz im Algorithmus“ brachte das Publikum endgültig zum Kochen, während bei „Im Himmel“ plötzlich Frontmann Oliver Meister mitten in der Menge stand und mit den Fans einen emotionalen Moment teilte. Die Fahnenschwenker auf der Bühne, die beim brachialen „Bambule & Randale“ für zusätzliche Atmosphäre sorgten, unterstrichen den rebellischen Geist der Show.
Zum Abschluss durfte natürlich der Klassiker „Traum von Freiheit“ nicht fehlen, bei dem die Fans noch einmal alles gaben. Trotz der späten Stunde wollte niemand so recht gehen – ein eindeutiges Zeichen für einen gelungenen Punkrock-Abend, der noch lange nachhallte. Betontod haben im Z7 bewiesen, dass sie nicht nur eine feste Größe der deutschen Punk-Szene sind, sondern auch live für unvergessliche Momente sorgen.