25. März 2025 - Dirkschneider "Balls To The Wall - 40th Anniversary Tour" live in der Konzertfabrik Z7

Es war ein Konzertabend voller Metal Klängen mit Dirkschneider im Z7. Den Auftakt machten All For Metal, die mit viel Energie und epischen Hymnen sofort für Stimmung sorgten. Gleich mit dem Opener „All for Metal“ hatte die Band das Publikum fest im Griff. Frontmänner Tim "Tetzel" Schmidt und Antonio Calanna spielten sich mit charismatischem Gesang die Bälle zu, während die restliche Band – allen voran die unermüdlich wirbelnde Gitarristin Jasmin Pabst – eine eindrucksvolle Show lieferte. Besonders gefeiert wurde das humorvolle Hammer-Ritual, bei dem Antonio vergeblich versuchte, den legendären Thor-Hammer zu heben – bis Gitarristin Ursula Zanichelli es locker meisterte. Mit Songs wie „Born to Valhalla“ und „Goddess of War“ zeigten All For Metal, dass sie sich als echte Live-Macht etabliert haben und mit epischen Hymnen, kraftvollen Riffs und publikumsnaher Interaktion das perfekte Warm-up lieferten.

Mit Crownshift betrat eine Formation die Bühne, die als Newcomer gilt, aber aus gestandenen Musikern besteht. Ihr Sound, der sich stark am Melodic Death Metal orientiert, erinnerte in manchen Momenten an Children of Bodom, ohne zur bloßen Kopie zu verkommen. Besonders ihre Neuinterpretation von "Black Velvet" überraschte und zeigte die Vielseitigkeit der Band. Ob ihre Musik den Geschmack jedes Zuschauers traf, sei dahingestellt, doch die Qualität ihres Sets war unbestreitbar. Die hart gespielten Songs, das mitreißende Stage-Acting und die druckvolle Soundwand machten klar: Diese Band hat das Potenzial, in der Szene noch für Aufsehen zu sorgen.

Dann war es endlich so weit: Dirkschneider betrat die Bühne, und das Publikum begrüßte ihn lautstark mit den berühmten "Heidi-Heido-Heida"-Rufen. Mit „Fast as a Shark“ als Opener war sofort klar: Hier gibt es keine Kompromisse! Rauch, Lichtgewitter und schneidende Riffs setzten ein musikalisches Ausrufezeichen, während Udos unverkennbare Stimme durch die Halle donnerte. Klassiker wie „Living for Tonite“, „Midnight Mover“ oder „Flash Rockin’ Man“ sorgten dafür, dass kein Metalhead stillstehen konnte. Spätestens bei „Metal Heart“ schallten die legendären "Ohoho"-Chöre durch das Z7, und der Funke zwischen Band und Publikum brannte lichterloh.

Der Abend war in drei Akte unterteilt: Nach einem Set voller früher Accept-Klassiker wurde es plötzlich still, bevor der zweite Abschnitt eingeläutet wurde – das komplette „Balls to the Wall“-Album! Vom ikonischen Titeltrack über „London Leatherboys“ bis zur gefühlvollen Ballade „Winter Dreams“ wurde die Platte von vorne bis hinten zelebriert. Besonders das kleine Gimmick von Bassist Peter Baltes, der seinen Bass am Ende des Titeltracks umdrehte, sodass erst "Balls" und dann "to the Wall" zu lesen war, sorgte für Begeisterungsstürme.

Nach einer kurzen Pause folgte dann das furiose Finale: Mit „Princess of the Dawn“, das vom Publikum regelrecht mitgespielt wurde, „Up to the Limit“ und dem krachenden Abschluss „Burning“ lieferte Dirkschneider ein wahres Metal-Feuerwerk, das keine Wünsche offen ließ. Was für ein gigantisches Konzert! Udo Dirkschneider bewies einmal mehr, warum er eine lebende Legende des Heavy Metal ist. Mit einer Setlist, die keine Wünsche offenließ, einer eingespielten Band und einer druckvollen Show wurde das 40-jährige Jubiläum von „Balls to the Wall“ gebührend gefeiert. Die Fans erlebten eine Metal-Nacht voller Energie, Nostalgie und unvergesslicher Hymnen. Heavy Metal in Reinform – genau so, wie er sein muss!

All For Metal

Crownshift

Dirkschneider