24. Februar 2025 - Napalm Death "Campaign For Musical Destruction Tour 2025" live im Z7

BRAT
BRAT

Napalm Death in der Konzertfabrik Z7 – ein Abriss in Grindcore-Perfektion! Aber erst einmal ganz von vorne. Die „Campaign for Musical Destruction Tour 2025“ machte Halt im Z7, und der Name war Programm. Napalm Death führten die Tour zum 30. Mal durch die Welt, und Das Konzert in Pratteln wurde zu einem wuchtigen Statement für kompromisslosen Krach. Ein handverlesenes Line-up sorgte für eine brachiale Mischung aus Grindcore, Death Metal und Sludge, und das Publikum – eine wilde Mischung aus Kutten- und viel Bewegung – war von der ersten Sekunde an voll dabei.

Full Of Hell
Full Of Hell

Den Auftakt machte BRAT, die mit ihrem Debüt „Social Grace“ bereits für Furore gesorgt hatten. Frontfrau Liz Selfish fegte mit Mikro über die Bühne, ließ schrille Screams und wuchtige Growls auf das Publikum los und mischte grindigen Deathcore mit poppigen Samples – Britney Spears und ABBA in einem Moshpit? Funktionierte erstaunlich gut. Danach legten FULL OF HELL einen Abriss hin, der zwischen Chaos und Avantgarde pendelte. Hardcore Punk, Grindcore, D-Beats und verstörende Industrial-Sounds ratterten durch die Halle, während Dylan Walker kreischte  – Genie oder einfach nur Wahnsinn? Egal, die Wirkung war enorm.

CROWBAR brachten dann das Kontrastprogramm: Grobschlächtiger Doom Sludge aus New Orleans, zähflüssig wie Sumpfwasser und drückend wie eine Betonplatte. Kirk Windstein präsentierte sich in Bestform, seine Riffs rieben sich mit voller Wucht ins Trommelfell. „Planets Collide“ und „Like Broken Glass“ verwandelten den Saal in eine wogende Masse, und der Moshpit nahm beeindruckende Formen an. Nebenbei konnte man sich noch ein Shirt direkt bei Kirks Frau sichern – Support für die Szene auf allen Ebenen.

Dann war es Zeit für die Legenden: NAPALM DEATH entfesselten ihre Grindcore-Bastion mit einer Setlist, die von frühen Klassikern bis zu selten gespielten Stücken reichte. „Silence Is Deafening“, „When All Is Said and Done“ und „Unchallenged Hate“ rissen das Publikum mit, während Barney Greenway in bester Derwisch-Manier über die Bühne tobte. Überraschungen wie „Lowpoint“ oder das uralte „Prison Without Walls“ ließen die Fans ausrasten. Der obligatorische Weltrekord-Song „You Suffer“ durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie das DEAD-KENNEDYS-Cover „Nazi Punks Fuck Off“, begleitet von Greenways gewohnt klarer Haltung gegen Faschismus.

BRAT

Full Of Hell

Crowbar

Napalm Death