The Pineapple Thief entführten das Publikum in der Konzertfabrik Z7 auf eine atmosphärische Reise durch die Tiefen des modernen Prog-Rocks. Schon mit den ersten Klängen wurde klar: Hier sind Musiker am Werk, die ihr Handwerk meisterhaft beherrschen. Bruce Soords warme, melancholische Stimme legte sich wie ein Schleier über die dichten Klangwelten, während Gavin Harrisons an seinem Drum jeder Note eine unverkennbare Dynamik verlieh.
Die Setlist war eine wohlüberlegte Mischung aus neuen Songs vom aktuellen Album "It Leads To This" und altbewährten Klassikern. Besonders Rubicon erwies sich als Live-Highlight – ein Mid-Tempo-Gewitter mit hymnischem Refrain, das die Halle zum Mitschwingen brachte. Auch White Mist beeindruckte mit einem perfekten Zusammenspiel aus Lichtshow und treibenden Drums, während All That’s Left durch seinen pulsierenden Bass und die fein nuancierten Gitarrenarrangements für Gänsehautmomente sorgte. Die Band war spürbar eingespielt, aber nie routiniert – ihre Spielfreude übertrug sich mühelos auf das Publikum.
Nach einer Phase ruhigeren, fast hypnotischen Flows zog die Intensität zum Ende des Sets noch einmal spürbar an. To Forget, It Leads To This und Give It Back brachten das Z7 zum Beben, bevor die Band in der Zugabe endgültig den Schlusspunkt unter ein mitreißendes, emotional dichtes Konzerterlebnis setzte. The Pineapple Thief bewiesen einmal mehr, warum sie zu den führenden Vertretern ihres Genres gehören – und ließen das Publikum mit einer wohligen Mischung aus Melancholie und Euphorie zurück. Nach rund 2 Stunden Show dürften bei den Fans definitiv keine Wünsche offen geblieben sein.